Schülerpraktikum

Das Schülerpraktikum: wichtiger Meilenstein bei der  Suche nach dem Traumberuf 

Um auf die Berufswahl möglichst gut vorbereitet zu sein, machen die Burgthanner Schüler in der achten Klasse ihr erstes Praktikum. Für viele ist das eine willkommene Abwechslung zum stressigen Schulalltag, für andere vielleicht nur eine lästige Pflicht. Dabei ist es die erste Gelegenheit, in der Wirklichkeit Berufsluft zu schnuppern.

Mit einem Praktikum sammeln Jugendliche erste Eindrücke von der Berufswelt - und können eigene Vorstellungen davon überprüfen: "Viele Jugendliche haben von ihrem vermeintlichen Traumjob Bilder im Kopf, die nicht immer der Realität standhalten", erklärt Sigrid Schuster, Verbindungslehrerin Schule, Wirtschaft und Beruf.

In einem Praktikum können Schüler unter echten Bedingungen sehen, was ein Beruf erfordert, im Positiven wie im Negativen. Manche Schüler merken schnell, dass ihr bisheriger Wunschberuf doch nicht ihr Ding ist. Andere sind begeistert und bestärkt in ihrer Idee.

Wenn die Praktikumswahl letztlich kein Erfolg war, ist die gesammelte Erfahrung trotzdem nicht vergebens. Dann weiß man wenigstens schon, was man nicht werden möchte und kann für das nächste Praktikum neu planen.

Ein nicht zu unterschätzender positiver Nebeneffekt des Praktikums ist, dass viele Achtklässler die Schule danach anders sehen. „Wir erleben oft, dass besonders bei Schülern, die in der Schule nicht die besten Noten haben und deshalb gefrustet sind, im Praktikum aufblühen", berichtet Schuster. Vor allem bei praktischen Tätigkeiten wie im Handwerk würden die Schüler sich ihrer Stärken bewusst.

Spätestens Anfang der neunten Klasse gibt es das zweite Praktikum.

Sigrid Schuster