Lehrerausflug 2017

Ran an das Schweinchen!

Unter diesem Motto stand der diesjährige Lehrerausflug der Mittelschule Burgthann.

Petanque, oft auch einfach nur Boule genannt, das südfranzösische Kugelspiel, das weltweit Millionen Menschen begeistert, hat auch Burgthanns Kollegium in den Bann gezogen.

Pétanqueist Nationalsport in Frankreich, und auch hierzulande dürfte es schon jeder einmal gespielt oder zumindest zugesehen haben; ob im Garten mit Freunden oder auf einem Parkweg. Spielen kann man zu zweit, zu viertoder zu sechst. Immer dabei sind die zwei oder drei Stahlkugeln, die in Größe, Gewicht und Farbe identisch sind. An die hölzerne Zielkugel, das Cochonnet, in Deutschland mit Schweinchen übersetzt, sollten die Stahlkugeln möglichst nah ran rollen. Der Begriff Cochonnet soll sich davon herleiten, dass die Zielkugel früher aus Schweineknochen gemacht wurde.

„Es beginnt immer der Leger, der mit seiner Kugel versucht, so nah wie möglich ans Schweinchen zu kommen“, erläuterte Renate Martin vom Petanque Club Burgthann. „Den Satz gewonnen hat, wer nach dem Spielen aller Kugeln dem Schweinchen am nächsten kommt.“

Diesen französischen Nationalsport kann man ein Leben lang spielen. Zumindest trifft das auf die am weitesten verbreitete Spielvariante Pétanque zu. Dieser Name leitet sich vom französischen „piedstanqués“, zu deutsch „geschlossene Füße“, ab und bezieht sich auf die Abwurfposition. Der Erzählung nach musste 1910 ein älterer Boule-Spieler aufgrund von Rückenproblemen ausscheiden. Es handelte sich um die sportlichere Variante, Boule Lyonnaise, bei der vor dem Wurf Anlauf genommen wird. Um doch spielen zu können, vereinfachte der Mann die Regeln. Seitdem gibt es im Pétanque anstatt des Anlaufens einen Kreis, in dem alle Spieler aus dem Stand oder der Hocke werfen.

Nach diesem kurzen und sehr interessanten Theorieteil hatten die Vereinsmitglieder in ihrer Halle Parcours mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad aufgebaut. Besonders die Wurfgenauigkeit wurde trainiert.

 

Boule ist ein Präzisionssport

Vor dem Wurf bleibt immer Zeit, das Spielfeld in Ruhe zu betrachten. Man handelt nicht wie in vielen anderen Sportarten automatisch, sondern sehr bewusst. Bei jedem Schritt hat man den weiteren Verlauf des Spiels buchstäblich in der eigenen Hand. Wir spürten deutlich: Das verlangt Konzentration und mentale Stärke. Dann ging es zum Wettkampf. Es wurden Zweierteams gebildet, die gegen ein gelostes anderes Zweierteam antreten durften. Das machte richtig Laune, die Zeit verging wie im Flug. Am Ende konnten sich die Siegermannschaften feiern.

 

Was macht die Faszination dieses Spiels aus? Nun, genau so wie man den Geschmack der Lieblingseissorte mit Worten nicht beschreiben kann, kann man auch dieses faszinierende Spiel nicht beschreiben. Man muss es einfach ausprobieren.

Wir danken herzlich dem Pétanque Club Burgthann, der sich stetsauf  Neugierige freut. Nähere Informationen gibt es unter www.PCBurgthann.de