Besuch im Industriemuseum Lauf der 7. Klasse

Mit Spannung unter Strom

Physikunterricht im Industriemuseum Lauf

 Am Montag, 6. Juni begann die Schulwoche für die 7. Klasse mit einer entspannten S-Bahnfahrt nach Lauf. Vom Bahnhof links der Pegnitz aus, folgten wir bei bestem Wetter dem beschilderten Fußweg zum Industriemuseum. Von der Führungsgruppe war hier schon einige Aufmerksamkeit gefragt, um keinen der dezent angebrachten Wegweiser zu verpassen. Nach 15 minütigem, flotten Fußmarsch am Rande der beschaulichen Altstadt entlang, erreichten wir schließlich eine Fußgängerbrücke über die Pegnitz. Von hier aus hatten wir einen guten Blick auf das historische, am Fluss gelegene Industriegebäude, in dem das Museum untergebracht ist.

In dem naturwissenschaftlichen Workshop frischten die Siebtklässler dann zunächst ihre Grundkenntnisse über den Strom etwas auf. Die Museumspädagogin fragte schon genau nach, woher er überhaupt komme und wie man ihn gewinnen könne. Dass es ihn schon immer gibt, verblüffte so manchen Schüler, der nicht an die gewaltigen elektrischen Ströme dachte, die sich bei jedem Gewitter in der Natur entladen. Dass die Elektrizität aber natürlich erst vor gut 100 Jahren in unsere Haushalte Einzug gefunden hat und seither nicht mehr wegzudenken ist, konnten wir anhand historischer Bügeleisen, die mit Kohle befeuert wurden, bis hin zum modernen Dampfbügeleisen gut nachvollziehen. Beim anschließenden Bau einer Zitronen- bzw. Kartoffelbatterie, durften die Schüler ihrer Experimentierfreude freien Lauf lassen.

So konnte doch tatsächlich, bei richtigem Aufbau und Schluss des Stromkreises, ein Ausschlag am Messgerät festgestellt werden. In einer Zitrone und einer Kartoffel steckt Strom! Etlichen Schülern gelang es auch, das Obst und Gemüse in Reihe zu schalten und den Stromfluss dadurch gehörig zu steigern. Sehr anschaulich konnte die Museumspädagogin den Schülern diesen Stromfluss als Wanderung von Elektronen erklären.

Zum Schluss gab es noch eine kurze Führung in die Mühle des Museums, die aber leider gerade nicht vom Wasser angetrieben wurde. Dafür konnte ein Blick in das historische WC, oder besser "PC" *, geworfen werden. Zurück zum Bahnhof wählten wir den Weg durchs Nürnberger Tor, über den schönen Marktplatz mit dem Rathaus. Besser noch als der Blick war dabei die Gelegenheit, in die Eisdiele Buonissimo einfallen zu können. Auch das schöne Wenzelschloss, idyllisch auf einer Insel in der Pegnitz gelegen, konnten wir noch von außen und innen besichtigen, bevor wir kurz nach 12 Uhr die Heimreise nach Burgthann antraten.   

 

*Pegnitz-Closett :-)