Seifenkistenrennen 2016

RUMMELSBERG – Bunt geht es zu im Fahrerlager und genauso soll es sein. Die unterschiedlichsten Gruppen begegnen sich beim traditionellen Rummelsberger Seifenkistenrennen, seien es Teams aus den Reihen der Diakonie, der Jugendarbeit, aus Schulen, Vereinen oder „Privatfahrer“. Einige wie der „Rote Baron“ vom Team Boxdorf oder die Mittelschule Burgthann (Soap-Box-Team) mit „Shark“ starteten hier bereits, andere schnupperten erstmals Rennatmosphäre.

 

Oberhalb der Startrampe fiebern Kinder, Jugendliche und Erwachsene dem Rennstart entgegen. Die Sicherheitsprüfung mit Bremstest haben die 21 Fahrzeuge bereits hinter sich gebracht, jetzt müssen nur noch Kleinigkeiten gerichtet werden. Der eine oder andere schraubt noch etwas an seiner Seifenkiste, wie das Team der evangelischen Jugend aus Winkelhaid.

Den Schülern Lukas Schöpe (Pilot), Janis Eckersberger (Pilot) und Fabio Hochsam (Coach) merkt man ihre Nervosität deutlich an. Kein Wunder, im Gegensatz zu ihrem Begleiter Diakon Benedikt Vogt, Dekanatsjugendreferent in Altdorf, ist dieses Seifenkistenrennen ihre Premiere. Ausprobiert haben sie den „Starfighter“, wie ihr Renner heißt, natürlich bereits mehrmals. Rund 40 Kilo wiege er, sagt Lukas und schätzt, dass er je nach Gefälle etwa 30 Kilometer pro Stunde schnell rollt. Fahren lasse er sich ähnlich wie ein Go-Kart und es fühle sich ganz schön schnell an.

Weit gereiste Rennfahrer

Ebenfalls erstmals am Start und mit der weitesten Anfahrt: Vater Harald Penz mit Sohn Maximilian (9) aus Patsch in Tirol (Österreich). Maximilian liebe die Geschwindigkeit, sagt sein Vater.

Daheim rodelte er auf der Kunstbahn, doch jetzt tauschte der seinen Rodel gegen die Kiste. Professionell sehen ihre beiden Rennkisten aus, schlank, zylinderförmig – schnell. „Der Papa muss vormachen“ – daher ist Tirol mit „HDI ‚Hilft dir immer‘“ gleich zweimal am Start.

Sogar einer der Hauptsponsoren ließ es sich heuer nicht nehmen und hatte für das Rennen gemeldet: Mit „EB-1“ vertrat das Team „Scuderia Evangelische Bank“ die gleichnamige Bank, die das Rennen mit 2000 Euro unterstützt hatte.

Dabei sein ist alles

Sie seien angefragt worden, ihr Seifenkistenrennen so auszurichten, dass es für Wettkämpfe zähle, sagt Veronica Gruber vom Ausrichterteam. Doch der Wettkampfgedanke war nie Hauptziel, vielmehr das olympische Motto „Dabei sein ist alles“ und die Begegnung mit anderen. Daher behält Rummelsberg seinen gemütlichen Charme.

Hier gewinnt nicht allein der schnellste Flitzer, sondern auch derjenige, der die konstanteste Fahrt rollt. Auch das Team mit dem engagiertesten Fanclub erhält einen Preis sowie das, welches sich am meisten bei der Gestaltung seiner Rennkiste einfallen lässt.

Rennen und mehr – neben den spannenden Abfahrten konnten sich die vielen Besucher beim bunten Rahmenprogramm mit Livemusik, Biergarten und vielen Attraktionen für die Kleinsten bestens unterhalten. Organisiert hatten dies 14 angehende Rummelsberger Diakone und Diakoninnen in Ausbildung, ehrenamtlich. Ein gewaltiger Kraftakt neben Studium und Lernen.

Auch heuer wieder ein Höhepunkt: der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Rummelsberg. Mit viel Wasser, Sprühnebel und Rauch demonstrierte sie in der Pause zwischen erstem und zweitem Lauf ihr Können.

Nicht nur die schnellste Seifenkiste gewinnt beim Rummelsberger Seifenkistenrennen, auch Kreativität und die konstanteste Fahrt erhalten Preise – hier die strahlenden Gewinner dieser drei Kategorien.Nicht nur die schnellste Seifenkiste gewinnt beim Rummelsberger Seifenkistenrennen, auch Kreativität und die konstanteste Fahrt erhalten Preise – hier die strahlenden Gewinner dieser drei Kategorien. | Foto: Krätzer

Glücklich vor dem sich andeutenden Regen und begleitet von begeistertem Applaus und Blitzlichtgewitter beendete die Siegerehrung mit Pokalen, Preisen und Urkunden diesen großartigen Renntag. Ein Tag, an dem alle, die dabei waren, als Gewinner nach Hause gingen. Denn Sieger ist jeder, der hier mit einer Seifenkiste an den Start geht.

 

Schnellste Kiste: „HDI Senior“ aus Tirol.
Konstanteste Fahrt: „187 UnFassbar“ aus Oberfranken/Fassoldshof.
Kreativste Kiste: „Blackbridge Kid“ der Grundschule Schwarzenbruck.

Den Fanpreis für die enthusiastischsten Fans verbuchte die Mittelschule Burgthann für sich.

N-LAND
Dorothée Krätzer

Die Fahrt unsere Soapbox wurde vom Elternbeiratsvorsitzenden wieder gefilmt und kann unter folgendem Link angesehen werden.

https://www.youtube.com/watch?v=hPtBb7tGFn4